ZU-23-2 / Flugabwehrkanone Technische Daten, Hauptbaugruppen, Entwicklungsgeschichte Technische Daten Typ: gezogene Flugabwehrkanone (Flugabwehrgeschütz) Kaliber: 23 mm (Doppellafette) Rohranzahl: 2 Funktionsprinzip: automatische Gasdrucklader Einsatzreichweite (Luftziele): ca. 2000–2500 m Maximale Schussweite: bis ca. 2500 m (effektiv gegen Luftziele) Dienstgipfelhöhe: bis ca. 1500–2000 m (effektiver Einsatzbereich) Feuerrate (theoretisch): ca. 2000 Schuss/min gesamt Feuerrate (praktisch): deutlich geringer abhängig von Bedienung und Kühlung Mündungsgeschwindigkeit: ca. 970 m/s Zielverfahren: optische Zielverfolgung, manuelle Richtsteuerung Antrieb Richtsystem: mechanisch/manuell Munitionstypen: Sprengbrandmunition Gewicht (Gefechtsbereit): ca. 950 kg Transport: Lafette auf LKW oder feste Stellung (Emplacement) Hauptbaugruppen Geschützlafette Doppelläufige Kanonenanlage Richt- und Höhenantrieb Zielvisier Munitionszuführung Stützfüße / Plattform (Emplacement) Einsatzprinzip Das ZU-23-2 Emplacement dient der Nahbereichsflugabwehr gegen niedrig fliegende Luftziele. Durch hohe Feuerrate und schnelle Richtbewegungen kann das System auf schnell bewegliche Ziele reagieren. Neben Luftzielen kann es auch gegen Bodenziele eingesetzt werden. Entwicklungsgeschichte Das ZU-23-2 wurde als leicht transportierbares Flugabwehrgeschütz entwickelt, das eine mobile Nahbereichsverteidigung ermöglicht. Ziel war ein einfach zu bedienendes, robustes System mit hoher Feuerkraft bei gleichzeitig geringem logistischen Aufwand. Aufgrund seiner einfachen Konstruktion wurde es weltweit verbreitet und in unterschiedlichen festen oder improvisierten Stellungen eingesetzt. Hersteller ist die Soviet Union, dieses System wurde erstmals 1960 in Dienst gestellt. Bekämpfungsablauf Stellung einnehmen Umfeld sichern Waffe ausrichten Ziel suchen Ziel anvisieren Entfernung und Geschwindigkeit einschätzen Ziel verfolgen (gleichmäßige Nachführung) Vorhaltepunkt bestimmen (abhängig von Flugrichtung und Geschwindigkeit) Bei anfliegenden/abfliegenden Zielen: wenig bis kein Vorhalt Bei querfliegenden Zielen: deutlich vorhalten in Flugrichtung Abzug betätigen / Feuerstoß abgeben Treffer beobachten (Einschläge verfolgen) Korrektur durchführen (Höhe / Seite / Vorhalt anpassen) Weiterfeuer oder Feuer einstellen je nach Lage