Bodengebundene Luftverteidigung Dieses Buch beschreibt alle verfügbaren Fliegerabwehr-Wirkmittel in Arma Reforger sowie Luftwarnung, Einsatzgrundsätze und Zusammenarbeit im Team. Mehrschichtige Luftverteidigungsarchitektur Die mehrschichtige Luftverteidigung bezeichnet ein konzeptionelles Modell zur Sicherung des Luftraums durch mehrere aufeinander abgestimmte Schutzebenen mit unterschiedlichen Reichweiten und Aufgabenbereichen. Ziel ist es, Bedrohungen aus der Luft frühzeitig zu erkennen, kontinuierlich zu verfolgen und gegebenenfalls in verschiedenen Entfernungen zum Schutzobjekt abzufangen. Grundprinzip Das Konzept basiert auf der Annahme, dass kein einzelnes System alle Bedrohungsszenarien gleichermaßen abdecken kann. Stattdessen werden mehrere Verteidigungsschichten kombiniert, die jeweils auf bestimmte Distanzen, Höhenbereiche oder Reaktionszeiten ausgelegt sind. Durch diese Staffelung entsteht eine abgestufte Verteidigungsstruktur, die Redundanz schafft und die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Abwehr erhöht. Aufbau der Verteidigungsschichten Äußere Verteidigungsebene Die äußere Schicht dient der frühzeitigen Erkennung und Abwehr in großer Entfernung. Sensoren überwachen große Lufträume, um anfliegende Objekte möglichst früh zu identifizieren. Eine frühzeitige Reaktion ermöglicht längere Entscheidungszeiten und reduziert das Risiko für geschützte Bereiche. Mittlere Verteidigungsebene Die mittlere Ebene ergänzt die äußere Schicht und richtet sich gegen Ziele, die näher kommen oder nicht bereits abgefangen wurden. Sie stellt eine zusätzliche Abfangmöglichkeit dar und erhöht die Gesamtwirksamkeit des Systems durch überlappende Schutzbereiche. Innere Verteidigungsebene Die innere Schicht schützt unmittelbar wichtige Infrastruktur oder operative Einheiten. Sie ist auf kurze Reaktionszeiten ausgelegt und fungiert als letzte Verteidigungslinie gegen verbleibende Bedrohungen. Sensorik und Koordination Ein zentrales Element mehrschichtiger Luftverteidigung ist die Integration verschiedener Sensoren und Informationsquellen. Radarsysteme, Überwachungssysteme und Kommunikationsnetzwerke liefern Daten, die zu einem gemeinsamen Lagebild zusammengeführt werden. Die Koordination zwischen den Verteidigungsebenen ermöglicht eine abgestimmte Reaktion und verhindert Doppelmaßnahmen oder Verzögerungen. Vorteile des Konzepts Erhöhte Redundanz durch mehrere Verteidigungsebenen Größere Flexibilität bei unterschiedlichen Bedrohungsszenarien Verbesserte Reaktionszeiten durch frühzeitige Erkennung Reduzierung des Risikos durch abgestufte Abwehrmaßnahmen Einordnung Mehrschichtige Luftverteidigung ist ein allgemeines strategisches Konzept und kein einzelnes System. Es wird in unterschiedlichen Varianten eingesetzt und kann je nach Anforderungen, geografischen Bedingungen und technologischem Stand variieren. Beispiel : Hinweis: In Arma Reforger ist es bisher nur möglich im Nah- und Nächstbereich zu wirken. Luftfahrzeug Codenamen Luftfahrzeug Codenamen Die Luftfahrzeug Codenamen dienen zur schnellen Klassifizierung und beginnen mit einem Buchstaben, der das wichtigste Kriterium ist. Vergabe von mehreren Buchstaben ist auch möglich, Die Namen sind englische Wörter und wurden nach einem bestimmten System vergeben, so dass man vom Namen auf die Art des Waffensystems schließen konnte. Sämtliche festgestellte Maschinen (auch amerikanische Konstruktionen im Dienst der Sowjetunion!), die sich im Einsatz oder der Erprobung befanden, erhielten eine Bezeichnung, deren erster Buchstabe auf den Haupteinsatzzweck oder ihre Bauart hinweist. Bei Flugzeugen wurden Namen mit einer Silbe für Maschinen mit Propellerantrieb und Namen mit zwei Silben für Strahlflugzeuge vergeben. Dabei war der Anfangsbuchstabe das wichtigste Kriterium: B: Bomber C: Transportflugzeuge (Cargo) F: Jagdflugzeuge (Fighter) H: Hubschrauber (Helicopter) M: sonstige Flugzeuge (Miscellaneous) A: Erdkampfflugzeug (Attack Craft) Beispiele: Bomber (b) B 52 Strato fortress  B -2 Spi rit Beispiele: Transportflugzeuge (Cargo) C 130 Hercules C 17 Globe master Beispiele: Jagdflugzeuge (Fighter) F 35 Light ning F 16 Fal con Beispiele: Hubschrauber (Helicopter) H H-60  BLACK HAWK     C H -47 CHINOOK; C = Cargo Beispiele: Erdkampfflugzeug (Attack Craft) A 10 Thunderbolt A C130 Weitere Luftfahrzeuge bei denen der Codename nach dem Schema wie bereits erläutert aufgebaut ist: IL76 Candid  AN12 CUB  Mi24 HIND MI8 HIP  SU27 FLANKER MIG29 FALCRUM KA52 HOKUM SU24 FANCER SU25 FROGFOOT MIG21 FISHBED MI26 HALO MI6 HOOK MIG31 FOXHOUND MI28 HAVOC Bei sowjetischen/russischen Flugzeugen steht das Kürzel vor der Zahl für das Konstruktionsbüro (Hersteller), nicht für die Rolle. MiG = Mikojan-Gurewitsch (Jagdflugzeuge) Su = Suchoi (Jagd-, Mehrzweck-, Erdkampfflugzeuge) Mi = Mil (Hubschrauber) Ka = Kamow (Hubschrauber, oft Koaxialrotor) Il = Iljuschin (Transport-/Spezialflugzeuge) An = Antonow (Transportflugzeuge) Die Zahl (z. B. 21, 27, 76) ist eine interne Typ- bzw. Projektbezeichnung ohne feste Bedeutung. NATO-Codenamen wie Fishbed oder Flanker sind ein separates westliches Benennungssystem. Luftfahrzeugerkennung Luftfahrzeugkennung bezieht sich auf den Prozess der Identifizierung von Luftfahrzeugen, die sich im Luftraum befinden. Dies ist ein wichtiger Aspekt für militärische und zivile Luftfahrt, um die Sicherheit, Kontrolle und den reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs zu gewährleisten. Radar Radar ist eines der wichtigsten Werkzeuge zur Erkennung von Luftfahrzeugen. Es ermöglicht die Erfassung von Flugzeugen, Hubschraubern und anderen Luftfahrzeugen durch die Auswertung von reflektierten Funkwellen. Transponder: Viele Luftfahrzeuge sind mit Transpondern ausgestattet, die ein spezielles Signal aussenden, wenn sie von Bodenradars oder anderen Flugzeugen angefordert werden. Dieses Signal enthält Informationen über die Identität und den Flugstatus des Luftfahrzeugs. Freigabe und Codes: In militärischen Operationen können Luftfahrzeuge durch bestimmte Freigaben und spezielle Codes für die Freund-Feind-Erkennung (IFF - Identification Friend or Foe) identifiziert werden. Visuelle Erkennung: In einigen Fällen können Luftfahrzeuge visuell identifiziert werden, indem sie mit bloßem Auge oder mit optischen Instrumenten gesichtet werden. Visuelles Schema: die Visuelle Erkennung Militärischer Luftfahrzeuge wird durch folgendes Schema durchgeführt: Tri - Triebwerk Tra - Tragwerk Ru  - Rumpf Lei - Leitwerk Fa - Fahrwerk Um eine visuelle Erkennung durchführen zu können, muss ein Basiswissen von Luftfahrzeugen bestehen. Beispiel #1: SU 27 FLANKER - LUFTÜBERLEGENHEITSJÄGER Tri - Triebwerk Zwei Strahltriebwerke rechteckige Lufteinlässe  Triebwerkssporn  Tra - Tragwerk Mitteldecker  Strömungskörper am Tragwerk Ru  - Rumpf Schwanenhals eingesetztes Cockpit Lei - Leitwerk Doppelleitwerk Fa - Fahrwerk Bugradfahrwerk Beispiel #2: A400M - TRANSPORTFLUGZEUG Tri - Triebwerk 4x Propellerturbinenluftstrahltriebwerk Tra - Tragwerk Schulterdecker Angesetzte Trapezflügel Ru  - Rumpf Single-Aisle Rumpf Lei - Leitwerk T-Leitwerk Fa - Fahrwerk Außenangesetzes Doppel Bugradfahrwerk Taktische Luftlagebegriffe INBOUND (ANFLIEGEND)  Wenn ein Luftfahrzeug oder eine andere Einheit als "Inbound" bezeichnet wird, bedeutet dies, dass sie sich auf dem Weg zu einem bestimmten Flughafen, Stützpunkt, einer bestimmten Luftfahrzeug oder einem anderen Zielort befindet. Dies kann über Funkkommunikation oder andere Kommunikationsmittel gemeldet werden ON TOP (ÜBER WOLKENDECKE) der Ausdruck "On Top" oft verwendet, um anzuzeigen, dass sich ein Luftfahrzeug über einem befindet oder über der Wolkendecke fliegt. Dies kann eine günstige Position sein, da das Luftfahrzeug in der Regel eine bessere Sicht und glattere Flugbedingungen hat, wenn es über den Wolken fliegt. OUTBOUND (ABFLIEGEND) Wenn ein Luftfahrzeug oder eine andere Einheit als “Outbound" bezeichnet wird, bedeutet dies, dass sie sich im Abflug zu einem bestimmten Flughafen, Stützpunkt, einer bestimmten Luftfahrzeug oder einem anderen Zielort befindet. Dies kann über Funkkommunikation oder andere Kommunikationsmittel gemeldet werden. SPLIT AND MERGE (Teilen und zusammenführen) Das Split and Merge Verfahren wird angewendet um Radaranlagen und den Bediener zu täuschen, Wenn mehrere Luftfahrzeuge mit geringen Abstand zusammen fliegen so nennt man dies “Merge” weil auf einem Radar oftmals nur ein “Blip” bzw. ein Kontakt zusehen ist, wenn die Formation aufgelöst wird nennt man es Split, weil die Luftfahrzeuge wieder selbstständig als ein Kontakt auf der Radaranlage agieren.  COMBAT JUMP (Kampfsprung) Ein Kampfsprung ist ein Flugmanöver für Luftfahrzeuge, um Bodenziele effektiv zu bekämpfen. Beispiel: BATTLE CURVE (Kampfkurve) Eine Kampfkurve ist ein Flugmanöver, damit bereits anfliegende Lenkflugkörper die Erfassung verlieren. Der Winkel der Kurve beträgt mindestens 90 Grad. da die Lenkbaugruppe der meisten Lenkflugkörper solch Manöver nicht fliegen kann. IMMELMANN TURN Der „Immelmann-Turn“ ist ein Flugmanöver im klassischen Luftkampf, benannt nach dem deutschen Jagd- piloten Max Immelmann (1890-1916). Es besteht aus einem halben Looping mit einer anschließenden halben Rolle, um einem von hinten angreifenden Flugzeug schnell und unerwartet auszuweichen. Immelmann war ein exzellenter Flieger im Ersten Weltkrieg, der 1916 im Luftkampf ums Leben kam. Das Taktische Luftwaffen- geschwader 51 in Jagel in Schleswig-Holstein trägt seit 2003 seinen Namen. Beispiel: LFK Stinger / Fliegerfaust 2 Technische Daten, Baugruppen, Entwicklungsgeschichte Technische Daten Typ: Boden-zu-Luft Lenkflugkörper Reichweite: 6000m Dienstgipfelhöhe: 3000m Geschwindigkeit LFK: 600m/sek Gefechtskopf: 400 g Zünder: Aufschlagzünder, Hartzielsensor, Selbstzerlegungszünder Selbstzerlegung: ca. 17. sek Lenksystem: IR. und UV. Suchkopf, dual-spektral passiv Lenkverfahren: Proportionalnavigation, Rosetten-Abtastverfahren Triebwerk: Feststoftfriebwerk mit Ausstoßstufe IF/UV-Störquellen: IR-Täuschkörper Darstellung: Rosetten abtastverfahren Darstellung: Proportionalnavigation Öffnungswinkel Sucher: 10 Grad Blickwinkelsucher: 40 Grad Gewicht (alle Baugruppen): 17 Kg Länge 1,5m Vorfeldsicherheit: 50 m Hauptbaugruppen Startgerät Lenkflugkörper Baugruppen des Startgeräts Startrohr (Blau) Griffstück (Gelb) Batterie-/Gaselement (Grün) Visiereinrichtung Tragegurt (Lila) Baugruppen des Lenkflugkörpers Steuerbaugruppe (Lila) Lenkbaugruppe (Grün) Gefechtskopf ( Blau) Flossenleitwerk (Braun) Starttriebwerk ( Violett) Marschtriebwerk (Rot) Entwicklungsgeschichte Entfernungsschätzen, Bekämpfungsablauf Entfernungsschätzen Um die ungefähre Entfernung zu schätzen, nutzt du die Entfernungsschätzung in der Visiereinrichtung 6/6 Schätzring = kleinste Bekämpfunngsreichweite für an- und abfliegende Ziele 3/6 Schätzring = max. Bekämpfungsreichweite für abfliegende Ziele 1/6 Schätzring = max. Bekämpfungsreichweite für anfliegende Ziele Bekämpfungsablauf Rückstrahlzone prüfen Ziel anvisieren - Entfernung schätzen Ziel verfolgen Entriegelungstaste gedrückt halten [STRG] Aufschaltton abwarten vorhalten = bei An- oder Abfliegenden Zielen muss nicht vorgehalten werden, also schwarzer punkt als Visiermarke. Bei vorbei fliegenden Zielen Bsp. von Links nach Rechts, wird ein paar Grad nach Rechts vorgehalten aber so das der Erfassungston vorhanden bleibt. Ziel ist es, den Flugkörper entgegen zuschießen bzw. der Flugkörper soll in optimal fall nicht nur hinter her fliegen gemäß Propotionalnavigation. Abzug betätigen Taktische Fähigkeit: MANDPAD MANPAD Ein MANPAD-Team ist ein zweiköpfiges, unabhängig operierendes Luftabwehrelement, das mit einer tragbaren Fliegerfaust (MANPADS) ausgerüstet ist. Es bewegt sich eigenständig im Einsatzraum und dient dazu, feindliche Luftfahrzeuge frühzeitig zu erkennen, abzuschrecken oder zu bekämpfen MOBILITÄT Durch seine hohe Mobilität kann das MANPAD-Team flexibel auf Luftbedrohungen reagieren und wichtige Bereiche wie Straßen, Stellungen, Nachschubwege oder Einsatzräume gegen Angriffe aus der Luft absichern. Die Wahl des Fahrzeugs ist entscheidend, es sollte Lagerkapazität für 8 Fliegerfäuste haben. Außerdem sollte das Fahrzeug schnell sein und gute Lenkeigenschaften besitzen. AUSRÜSTUNG 1 Fahrzeug 8 Fliegerfäuste + 2 (je +1 Schütze + +1 Spotter im Inventar) Kurz- und Langwaffen MELDUNG (LUFTZIEL) Ein Ziel sollte wie folgt gemeldet werden: „Achtung Fliegeralarm; (Uhrzeit/Nord stabilisiert), (Feind: Rot / Unbekannt: Gelb / Freund: Blau), (Anflug/Abflug bzw. links nach rechts / rechts nach links), (Höhe: tief/hoch).“ Beispiel: „Achtung Fliegeralarm; 12 Uhr, rot, von links nach rechts, tief.“ WEITERE MELDUNGEN Abschussmeldung (Flash): „Meldung Abschuss Mi-24 Hind.“ Bei Fehlschuss / kein Treffer: „Meldung Ziel verfehlt.“ ZIEL-MODERATION Der Schütze oder Spotter sollte das Ziel laufend moderieren, damit jeder im Team weiß, was der Flieger macht: „Ziel im Anflug.“ „Ziel im Abflug.“ „Kampfkurve von links nach rechts.“ „Kampfkurve von rechts nach links.“ „Ziel setzt Täuschkörper ein.“ ZWEIFACHBEKÄMPFUNG Bei der Zweifachbekämpfung bekämpfen Spotter und Schütze gleichzeitig dasselbe Ziel. Ziel dieser Taktik ist es, das Luftziel mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kampfunfähig zu machen. Wichtig ist dabei, dass der Abstand zwischen beiden mindestens 30 Meter beträgt, um den Anflugwinkel der Flugkörper zu verbessern und die Erfolgschance zu erhöhen. Meldung / Ablauf: Im Optimalfall gibt derjenige, der das Ziel zuerst erkennt, die Fliegeralarm-Meldung ab. Der zweite Schütze bestätigt anschließend mit „Ziel gesehen“. Sobald ein Schütze das Ziel sicher erfasst hat (z.B. Erfassungston liegt an), meldet er „Ziel erfasst“. Wenn auch der zweite Schütze „Ziel erfasst“ meldet, gilt dies als automatische Aufforderung zum Feuern. STELLUNGSWECHSEL Nach dem Abschuss sollte das MANPADS-Team umgehend die Stellung wechseln und eine neue Position beziehen, um Aufklärung durch den Gegner sowie eine Bekämpfung der eigenen Kräfte zu verhindern. ZU-23-2 / Flugabwehrkanone Technische Daten, Hauptbaugruppen, Entwicklungsgeschichte Technische Daten Typ: gezogene Flugabwehrkanone (Flugabwehrgeschütz) Kaliber: 23 mm (Doppellafette) Rohranzahl: 2 Funktionsprinzip: automatische Gasdrucklader Einsatzreichweite (Luftziele): ca. 2000–2500 m Maximale Schussweite: bis ca. 2500 m (effektiv gegen Luftziele) Dienstgipfelhöhe: bis ca. 1500–2000 m (effektiver Einsatzbereich) Feuerrate (theoretisch): ca. 2000 Schuss/min gesamt Feuerrate (praktisch): deutlich geringer abhängig von Bedienung und Kühlung Mündungsgeschwindigkeit: ca. 970 m/s Zielverfahren: optische Zielverfolgung, manuelle Richtsteuerung Antrieb Richtsystem: mechanisch/manuell Munitionstypen: Sprengbrandmunition Gewicht (Gefechtsbereit): ca. 950 kg Transport: Lafette auf LKW oder feste Stellung (Emplacement) Hauptbaugruppen Geschützlafette Doppelläufige Kanonenanlage Richt- und Höhenantrieb Zielvisier Munitionszuführung Stützfüße / Plattform (Emplacement) Einsatzprinzip Das ZU-23-2 Emplacement dient der Nahbereichsflugabwehr gegen niedrig fliegende Luftziele. Durch hohe Feuerrate und schnelle Richtbewegungen kann das System auf schnell bewegliche Ziele reagieren. Neben Luftzielen kann es auch gegen Bodenziele eingesetzt werden. Entwicklungsgeschichte Das ZU-23-2 wurde als leicht transportierbares Flugabwehrgeschütz entwickelt, das eine mobile Nahbereichsverteidigung ermöglicht. Ziel war ein einfach zu bedienendes, robustes System mit hoher Feuerkraft bei gleichzeitig geringem logistischen Aufwand. Aufgrund seiner einfachen Konstruktion wurde es weltweit verbreitet und in unterschiedlichen festen oder improvisierten Stellungen eingesetzt. Hersteller ist die Soviet Union, dieses System wurde erstmals 1960 in Dienst gestellt. Bekämpfungsablauf Stellung einnehmen Umfeld sichern Waffe ausrichten Ziel suchen Ziel anvisieren Entfernung und Geschwindigkeit einschätzen Ziel verfolgen (gleichmäßige Nachführung) Vorhaltepunkt bestimmen (abhängig von Flugrichtung und Geschwindigkeit) Bei anfliegenden/abfliegenden Zielen: wenig bis kein Vorhalt Bei querfliegenden Zielen: deutlich vorhalten in Flugrichtung Abzug betätigen / Feuerstoß abgeben Treffer beobachten (Einschläge verfolgen) Korrektur durchführen (Höhe / Seite / Vorhalt anpassen) Weiterfeuer oder Feuer einstellen je nach Lage